Hätte mir jemand vor ein paar Wochen gesagt, dass mich oder den Verein Wing-Martial-Arts e.V.  jemand ernsthaft als politisch „Extrem-rechts“ anschuldigen würde, und ich mich deswegen genötigt fühlen würde Strafanzeigen deswegen erstatten zu müssen, hätte ich laut darüber gelacht. Was sonst Inhalt einer unterhaltsamen Satire Sendung im Fernsehen ist, hat den Schnittpunkt zur Realität überschritten.

 

Aber bitte lest zuerst einmal selbst meinen offenen Brief als Reaktion auf den gleich als Link angezeigten Blog/Text:

 


Sehr geehrte Damen & Herren,

 

in eigener Sache beziehe ich mich auf Ihren Webseiten Artikel vom 21. November 2020.

 

Liebe Verfasserin und lieber Verfasser, zuerst stand es mir wahrlich nicht im Sinn Sie direkt anzuschreiben, aber ich habe mich nun zu diesem Brief entschieden, da ich der Meinung bin, dass nur die Kommunikation und der Dialog mit einander der richtige Weg ist.

 

In Ihrem Text auf der o.g. Webseite ordnen Sie

meine Person; David Stolla, des Weiteren den Verein Wing-Martial-Arts e.V. welchem ich mit vorsitze, und tatsächlich jegliche Aktivität meinerseits dem „Extrem-rechtem Spektrum“ zu. Selbst gemeinnützige Projekte werden von Ihnen herabgewürdigt.

 

Allein meine ehemalige Mitgliedschaft bei UNITER e.V. nehmen Sie als Rechtfertigung für Ihre schweren, haltlosen Vorwürfe und stellen mich unter den Generalverdacht einer nicht-verfassungskonformen Gesinnung. Solche Anschuldigungen mich und mein Umfeld auch nur im Ansatz politisch rechts einordnen zu wollen, ist zweifelsohne mehr als absurd, und dieses Handeln, stimmt mich als Mensch sehr nachdenklich…

In Ihrem Text erwähnen Sie also meinen sogenannten „offenen Umgang mit meiner (ehem.) UNITER-Verbindung“, in den sozialen Medien. Nun, gerade dieser sog. „offene Umgang“ meinerseits, ist eine bewusste Transparenz im öffentlichen Handeln und dient dazu unseren Seminaren und Weiterbildungen ein Gesicht zu geben. Mit dem Ziel keine Ungereimtheiten für den Betrachter aufkommen zu lassen war dies unsere gutgemeinte Intension, welche Sie augenscheinlich nutzen um speziell meine Person als (Ersatz-)Zielscheibe für Ihre politischen Motive zu missbrauchen. Ich selbst gehöre übrigends keiner politischen Partei an und bemühe mich bezüglich dieser Facetten um strikte Neutralität. Aus diesem Grund werde ich keinesfalls auf politische Diskussionen zur Verfügung stehen, sondern behandele hier die objektive Sache an sich. Dies möchte ich betont zur Kenntnis geben.

 

Die Teilaufgabe Menschen aus- und weiterzubilden, welche beschützende Berufe ausüben, sowie das Angebot administrative Einsatzkräfte weiterzubilden, dienen einzig und allein dazu, mehr Sicherheit und Handlungskompetenz im Einsatz zu schaffen. Unsere Motive sind ehrenwert & retten nicht zuletzt Leben.

 

Erlauben Sie die Frage, weshalb ignorieren Sie eigentlich unsere zahlreichen Seminare für:

- Frauen & Mädchen?

- Frauen & Mädchen mit Migrationshintergrund?

  (Durchgeführt mit einer Sprachmittlerin/Dolmetscherin)

- Schulkinder?

- Jugendarbeit in Kinderhäusern?

- Unterrichtung von Sehbehinderten Menschen?

 

 

Vielleicht prüfen Sie die wahre Natur meines Aufgabenbereiches und unterstützen eines dieser Projekte aktiv, anstatt selbst Spendenaktionen durch uns für Kids in einem negativen Licht darzustellen, wie Sie es traurigerweise auf Ihrer Webseite tun. Weshalb wollen Sie etwas positiv Aufrichtiges zur aktiven Hilfe unbedingt schlecht reden? Sie schaden damit den Menschen die diese Angebote wahrgenommen haben und wahrnehmen möchten, weil sie sonst wenig Möglichkeiten haben Hilfe für ihre spezifischen Ängste und Bedrohungen in Anspruch zu nehmen.

 

Verstehen Sie mich nicht falsch, Ihre Beweggründe aktiv gegen rechtes Gedankengut vorzugehen sind durchaus ehrenwert und ich begrüße Ihr Engagement. Dieses muss aber in gewissenhafter & professioneller Weise geschehen, und nichts anderes darf hierbei als Grundlage dienen. Unter den genannten Gesichtspunkten unterstütze ich uneingeschränkt und zu jedem Zeitpunkt ihren Einsatz gegen Rechtsradikalismus. Was Sie aber in dem besagten Blog der Öffentlichkeit als „Recherche & Aufklärungsarbeit“ präsentieren, ist nichts weiter als Effekthascherei, Polemik und Instrumentalisierung. Radikalismus geht nicht nur in eine Richtung meine Damen und Herren, ich möchte Sie bitten diese Tatsache niemals aus den Augen zu verlieren.

 

Verzeihen Sie diese offensive Frage, aber haben Sie sich schon einmal die Zeit genommen ein Bild/Foto von mir anzuschauen…? Nun, wenn Sie meine Social-Media Timelines als Grundlage Ihrer Recherchen nehmen, dann muss ich doch bitten diese sorgfältiger durchzuschauen und mindestens soviel Mühe und Zeit zu investieren wie es für den o.g. Internet Blog geschehen ist;

 

Aufgrund meiner dunklen Hautfarbe habe ich mich mindestens seit der Grundschule, bis zum heutigen Tag, regelmäßig gegen subtilen & offenen Rassismus und der damit einhergehenden Diskriminierung in allen Lebensbereichen behaupten müssen. Die Worte Nigger, Kaffer oder Bimbo habe ICH selbst unzählige Male direkt und indirekt gegen meine Person hören müssen!!

Gerade deshalb sollten Sie sich schämen, meine Person als Instrument für Ihre offensichtlich gutgemeinte, aber völlig fehlgeleitete Kampagne gegen „Rechts“ zu benutzen.

Und wenn ich auf meiner persönlichen Timeline in den sozialen Netzwerken als Angehöriger einer schwarzen Minderheit einen (wohlgemerkt NICHT abwertenden!) Witz, auf den sie sich beziehen, über ´Schwarze´ also über mich selbst mache (!), ist dies vollkommen in Ordnung. Überzeugen Sie mich und meinesgleichen gerne vom Gegenteil.

Es ist eine ironische und sarkastische Art und Weise, wie wir „dunkelhäutigen“ Mitbürger das Thema Rassismus für uns (unter anderem) offensiv verarbeiten. Liebe Verfasser, vermutlich sind Sie selbst hellhäutig und maßen sich tatsächlich an, mir/uns bezüglich dessen, herablassende Vorwürfe zu machen?

Jederzeit diskutiere ich dieses Thema mit Ihnen gerne auch in der Öffentlichkeit. Warum? Weil ich im Recht bin & weil ich Recht habe.

Jeder Bundesbürger hat das im Grundgesetz verankerte Recht, eine eigene Meinung zu haben und diese freie Meinung öffentlich zu äußern. Und das ist auch gut so.

Daran glaube ich fest, und habe um (u.a.) dieses Recht zu schützen, einst einen Eid auf unsere Freiheitlich-Demokratische-Grundordnung (FDGO) geleistet.

 

In aller Höflichkeit möchte ich Sie also nun bitten den Inhalt Ihres o.g. Blogs gewissenhaft zu prüfen, und den Eintrag selbstständig und so zeitnah wie möglich zu löschen. Nichts anderes ist richtig.

Die strafrechtliche Relevanz des Ganzen, möchte ich vorerst außen vorlassen und vertraue auf Ihre Einsicht.

Gerne stehe ich Ihnen für ein persönliches Gespräch oder Telefonat unvoreingenommen zur Verfügung. Das ist ein aufrichtiges Angebot von mir.

 

„Frieden kann man nicht gegeneinander gewinnen, sondern nur miteinander“

(Richard von Weizsäcker)

 

Verbleibe mit freundlichen Grüßen und freue mich über Ihre Antwort

 

 

 

David Stolla 

Headcoach & CEO