Unterrichtsordnung Wing Martial Arts e.V.

Teamspirit ist uns ganz wichtig! Mit groß und klein:-))

Allgemeines

 

1. Das Training soll neben dem Zweck der Selbstverteidigung vor allem auch Spaß machen. Du musst also auch keine Bedenken haben das Du die oder der Neue bist. Wir alle haben ja mal angefangen:-) Wir sind eine tolle Truppe, unterstützen uns gegenseitig und sind offen gegenüber neuen Mitgliedern und Trainingspartnern. Einen ersten Eindruck vom Training bekommst Du von den Bildern.

 

2. Wir legen in unseren Trainings großen Wert darauf, dass wir miteinander trainieren und nicht gegeneinander, um uns gemeinsam zu verbessern. Es gibt viele Partner Übungen die miteinander ausgeführt werden müssen um einen Lernerfolg zu erzielen. Ebenso wichtig ist ein respektvoller und achtsamer Umgang mit dem Ausbilder und Deinen Trainingspartnern. 

3. Es wird immer mal wieder vorkommen, dass deine Trainigspartner, auch Jüngere, Dich unterstützen und verbessern. Es  wichtig, dies als konstruktive Kritik aufzufassen, damit Du Dich verbessern kannst. Nur wenn wir miteinander trainieren und uns unterstützen, können sich beide Seiten verbessern. Diese Erfahrung wurde durch regelmäßiges Training und Disziplin erlernt.

4. Solltest Du besser in einer Übung sein, gib Deinem Trainingspartner die nötige Hilfestellung.

5. Achte auf Deine Körpersprache. Vermeide vor der Brust gekreuzte Arme genauso wie in die Hüfte gestemmte Hände. Mehr dazu findest Du in der Unterrichtsordnung.

 

 

 


Unterrichtsordnung

1. Wir haben unsere eigenen in Jahrhunderten gewachsenen Schul- und  Verhaltensregeln .Der Respekt allen Mitgliedern, besonders den Ausbildern, gegenüber wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Auch wenn diese Regeln anfangs nicht für jedermann ganz verständlich sind unterliegen alle diesem Kodex.

2. Verhalte dich im Training bitte so, dass ein Verletzungsrisiko für Dich und besonders Deine Trainingspartner nahezu ausgeschlossen werden kann.

3. Trage deshalb während des Trainings keine: Ketten, Armbänder, Uhren oder Ringe.

4. Während des Unterrichts sind Handys auf „Lautlos“ zu stellen.

5. Es sind keine Kaugummis zu kauen.

6. Erscheine pünktlich zum Unterricht.

7. Verbeuge Dich beim betreten und verlassen des Unterrichtsraumes im Eingangsbereich. Das ist keine religiöse Handlung, sondern handelt sich um eine asiatische Tradition, durch die wir unseren Respekt und Dankbarkeit vor dem Trainingsraum (Ort des Weges) selbst; und natürlich vor unseren Lehrern ausdrücken.

8. Ebenso sind im Unterricht auch die Anrede Si-Fu (väterlicher Lehrer), bzw Si-Hing (ältere/größerer Bruder) traditionell zu benutzen. Bei weiteren Fragen diesbezüglich wende dich an ältere Klassenkameraden oder Ausbildern um dich über die üblichen Traditionen zu informieren.

9. Vermeide es auch, eine körpersprachlich missverständliche Körperhaltung einzunehmen. Vor der Brust gekreuzte Arme, Hände in Tasche und Hände in die Hüften gestemmt sind Tabu.

10. Bist du von deinem Ausbilder belehrt, bzw korrigiert worden, bedanke dich durch eine kleine Verbeugung.

11. Rufe Deine Ausbilder nicht wie einen Kellner zu Dir, sondern sprich sie in geregelter höflicher Lautstärke an. Überhaupt solltest du auch nie lauter als dein Ausbilder sprechen.

12. Fass deinen Ausbilder nicht ohne seine Einwilligung an. Lege ihm nicht z.B. kumpelhaft die Hand auf die Schulter gib keine unpassenden Antworten und sei nicht besserwisserisch.

13. Sei hilfsbereit und freundlich allen gegenüber. (Respekt ist Alles)

14. Wenn man Dir eine Übung zeigt, dann übe sie zunächst und stelle dann etwaige Fragen.

15. Verbesserungsvorschläge sollte man sich als Anfänger verkneifen.

16. Körperpflege: Halte Deinen Körper und deine Trainingskleidung sauber denn gerade bei der Kampfkunst kommen wir unseren Trainingspartner sehr nahe. 


Notfall Paragraph §32 StGB Selbstverteidigung

 

1. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

 

2. Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

 

 

 

Gegenwärtigkeit:

 

Zunächst einmal muss der Angriff gegenwärtig stattfinden. Das bedeutet etwas genauer ausdifferenziert der Angriff muss unmittelbar bevorstehen, gerade stattfinden oder immer noch fortdauern.

 

Beispiel:
Angreifer (A) möchte ein Opfer (O) vertreiben und greift zu folgenden Mitteln.

 

1) A holt zu einem Faustschlag aus. → unmittelbar bevorstehend
2) A schlägt dem Opfer ins Gesicht. → gerade stattfindend
3) A hält das Opfer in einem Würgegriff und lässt ihn nicht frei. → fortdauernd

 

Die Angriffe des A sind alle rechtswidrig und damit verboten (hier konkret: § 223 StGB – Körperverletzung) und fallen damit unter den Paragraphen § 32 StGB.

 

 

 

Erforderlichkeit

 

Die Notwehrhandlung muss erforderlich sein, das heißt sie muss geeignet sein um den gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff effektiv abzuwehren und zugleich das relativ mildeste Mittel unter den verfügbaren Verteidigungsmitteln darstellen. Das relativ mildeste Mittel ist immer das, welches den geringsten Schaden verursacht. Der Angegriffene muss sich allerdings nicht auf eine womöglich unzureichende Abwehrhandlung einlassen. Es findet beim Notwehr im Gegensatz zum rechtfertigenden Notstand (§ 34 StGB) prinzipiell keine Rechtsgüterabwägung statt, dennoch muss die Verteidigungshandlung und deren unmittelbare Folgen im Verhältnis zu dem zu erwartenden (Eigen-) Schaden stehen!

 

 

 

Nothilfe

 

Bei der Nothilfe (auch unter Notwehrhilfe bekannt) handelt es sich um eine Notwehrhandlung, die zugunsten eines Dritten geleistet wird. Der Angegriffene ist also nicht der Handelnde selbst ist, sondern ein helfender Dritter. Sie ist daher einebesondere Form der Notwehr.

 

Bei der Notwehr – und damit bei der Nothilfe (Notwehrhilfe) – handelt es sich um einen sog. Rechtfertigungsgrund. Die Notwehr ist – quasi wortgleich – in drei Gesetzbüchern geregelt:

 

§ 32 des Strafgesetzbuches (StGB)

 

§ 227 des Bürgerlichen Gesetzbuches (StGB)

 

§ 15 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG)

 

Die Notwehr / Nothilfe ist nicht zu verwechseln mit dem sog. Notstand.

 

Notwehrexzess

 

Ein Notwehrexzess liegt nach § 33 des Strafgesetzbuches (StGB) dann vor, wenn der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet. Die (Rechts-)Folge eines solchen Exzesses ist, dass die Tat straffrei bleibt, da der Täter nicht schuldhaft gehandelt hat. Daher wird der Notwehrexzess im Rahmen der Schuld geprüft.

 

Wie hilft mir  W.M.A. therapeutisch?

Zweifellos besitzt das Wing-Martial-Arts Training einen therapeutisch / pädagogischen Charakter. Durch die Übungen werden Selbstvertrauen gestärkt und die kognitiven Fähigkeiten verbessert. Beim Training entwickelst du ein Gespür für die Distanzen zum Angreifer, sowie das lesen seiner Körpersprache, damit Du vorzeitig reagieren und deeskalieren kannst.

 

Du lernst durch Rhetorik und Gestik, Grenzen zu setzen. Innerhalb des Trainings gibt es immer wieder Übungen, die das unterstützen, ausbauen und Platz zum experimentieren lassen. Wir lassen dazu unsere Erfahrungen anhand von Situationen und Beispielen in das Training einfließen.

 

Du stärkst Dein Selbstbewusstsein und Dein Auftreten dadurch, dass Du Selbstverteidigung erlernst und weißt wie Du Dich in stressigen Situationen verhalten musst. Deine motorischen Fähigkeiten verbessern sich bei regelmässigem Training. Das gibt Dir Sicherheit. Durch Regelmäßiges Training entwickelst Du nach und nach ein anderes und besseres Körperbewusstsein und Wohlbefinden.

 

Die Formen wie die Siu-Nim-Tao (Kleine-Idee-Form), die im Unterricht erlernt werden, helfen sich zu zentrieren. Sie haben selbstverständlich auch Bezug zur Selbstverteidigung und haben damit eine doppelte Funktion. In diesen Übungen lernt man auch die Präzision einer jeden Bewegung.